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Schule
In zwei Lerngruppen (1.bis 3. und 4.bis 6. Klasse) beschäftigen sich die Kinder ca. 6 Wochen lang in vielen Fächern mit einem Oberthema, z. B. mit dem Bauen. In Mathematik werden dann Häuser gezeichnet und Volumen berechnet, in Geschichte Laubhütten und Brücken nachgebaut, in Erdkunde geht es um Iglus, Lehmbauten und Wolkenkratzer, in Biologie um Ameisen- und Fuchsbauten .... Manches ist Pflicht, manches freiwillig, vieles entscheiden die Kinder selbst und Lesen, Schreiben und Rechnen kommen natürlich auch nicht zu kurz.
Die Schule bildet für interessierte Eltern eine in ihrem Tagesablauf, den Unterrichtsmethoden und dem Grad der Mitbestimmung eine recht stark von vielen Regelschulen abweichende Alternative. Die Brandenburger Rahmenpläne sind auch für uns verbindlich, werden nur anders umgesetzt.
Lernen
Die Kinder lernen in altersgemischten Gruppen, oft auch voneinander, und häufig fächerübergreifend und in Form von Projekten. Das Lernen ist stark individualisiert, für alle verbindliche Lektionen nehmen nur einen kleinen Teil des Tages ein. Freiwillige Angebote und die Freiarbeit überwiegen. Individuell zugeschnittene, mit den Kindern gemeinsam entwickelte Wochenpläne bilden bei den älteren Kindern die Grundlage dafür, dass die Lehrplanziele erreicht werden. Diese Wochenpläne werden in der Freiarbeit bearbeitet. Daneben bieten die Freiarbeitszeiten den Kindern die Möglichkeit eigene Projekte zu verfolgen.
Mitgestaltung
Die Rolle der Lehrer und Lehrerinnen hat sich dadurch verändert. Frontalunterricht für alle ist recht selten, obwohl er wichtig ist, seinen Platz hat und viele Kinder ihn mögen. Lehrer und Lehrerinnen werden zu Beratern der Kinder, helfen, wenn Fragen aufkommen, bereiten Materialien vor. Das Lernen der Kinder begleiten und unterstützen sie mehr, als dass sie es durch Lehren in vorbestimmte Bahnen zu pressen versuchen.
Wichtig ist das soziale Lernen. Die vielen Freiräume, die häufige Gruppen- und Projektarbeit und die beliebten Lernspiele bieten zahlreiche Gelegenheiten, Konsensfähigkeit, Teamgeist und Streitkultur zu entwickeln. Gesprächsrunden leiten die Kinder selber und in der wöchentlich stattfindenden Schulkonferenz beschließen Lehrer, Lehrerinnen und Kinder gemeinsam Vorhaben, Regeln ...
Selbständigkeit
Die selbständige Arbeit mit dem Wochenplan bis hin zu seiner Mitgestaltung lässt die Kinder ihr Lernen bewusster erleben. Sie reflektieren ihre Fortschritte und Probleme. Lernfrust und Motivationsprobleme sind so seltener und können gemeinsam angegangen werden. Das hat wohl auch mit dazu geführt, dass alle unsere Abgänger in ihren neuen Schulen mit dem klassischen Frontalunterricht im 45min-Rhythmus nach kurzer Übergangszeit gut zurechtkommen.
Projektwochen
Mehrmals im Jahr gibt es Projektwochen. Das kann heißen, dass die meisten Kinder eine Woche lang viel Zeit mit dem Proben von Zirkusnummern verbringen oder ein Steinzeitfest vorbereiten und feiern oder überwiegend Englisch sprechen und schreiben oder intensiv an Mathematik- und Deutschthemen arbeiten. Alle zwei Wochen findet eine Exkursion statt. Jedes Jahr gibt es eine Schulfahrt nach Polen und eine mehrtägige Radtour ab Klasse 4. Es gibt Unterricht im Freien, ein offenes Atelier, eine Werkstatt, einen Schulgarten....
Tageslauf
Ein typischer Tag im großen Unterrichtsraum könnte so aussehen:
| 7.45 – 8.15 |
Frühhort |
12.30 – 13.00 |
Mittag |
| 8.15 – 8.45 |
Morgenrunde |
13.00 – 13.15 |
Ruherunde |
| 9.00 – 10.00 |
Lektion Deutsch (Pflicht) |
13.15 – 14.30 |
Freiarbeit |
| 10.00 – 12.30 |
Freiarbeit |
14.30 – 14.45 |
Dienste (Fegen, Abwaschen...) |
| 10.00 – 11.00 |
Englisch (in Kleingruppen, Pflicht) |
14.45 – 16.00 |
Hort mit Arbeitsgemeinschaften |
| 11.30 – 12.30 |
Musikangebot (fakultativ) |
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Wenn es angebracht ist, wird diese Tagesstruktur jedoch auch völlig geändert.
Polnisch
Alle Kinder haben die Möglichkeit polnische Sprache und Kultur bei einer Muttersprachlerin zu lernen.
Die Begegnung mit dem Nachbarland Polen betrachten wir als Chance und Notwendigkeit für unsere Schule in der Grenzregion.
Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, sich mit Unbekanntem ins Verhältnis zu setzen, Gemeinsames zu entdecken, sich mitzuteilen, zu beobachten, sozialen Bezug zu nehmen.
Wir pflegen seit Bestehen der Schule Kontakte zu gleichaltrigen Kindergruppen in Szczecin und Ostrów/Wielkopolski.
Es finden alljährlich Begegnungen in Wallmow und Ostrów und zwei künstlerische Workshops statt, sowie unterrichtsbezogene Ausflüge in die grenznahen Gebiete.
Schulzirkusprojekt
Das Schulzirkusprojekt „Salagne Mozarella“ arbeitet seit dem Schuljahr 2002/3.
Hervorgegangen ist es aus dem regelmäßigen Theaterangebot während der Hortzeit, welches seit Gründung unserer Schule lief. Unter Leitung der Schauspielerin und Theaterpädagogin Jana Frey arbeiten 20 SchülerInnen im Zirkusprojekt mit. Die Kinder arbeiten in vier Kleingruppen, jeweils eine Stunde in der Woche. Ihre Arbeitszeit ist seit dem Schuljahr 2003/4 in den regulären Unterricht integriert. Im Vorschulangebot unserer Schule werden die Vorschüler in einer Nachwuchsgruppe spielerisch mit dem Zirkusprojekt vertraut gemacht. Am Ende eines Schuljahres präsentieren die Künstler die Ergebnisse Ihrer Arbeit in einem Zirkusprogramm, mit welchen sie natürlich auch in die Öffentlichkeit gehen. Mittlerweile ist der Kinderzirkus „Salagne Mozarella“ in der Uckermark schon ein Begriff geworden und wird oft um Auftritte angefragt.
Sehr gute Erfahrungen haben wir mit einer Zirkusprojektwoche am Ende des Schuljahres gemacht. Hier arbeiteten alle Schüler der Schule in Sachen Zirkus zusammen. Fächer- und jahrgangsübergreifend haben Lehrer und Schüler die nachfolgende Zirkustournee und Premiere des neuen Programms vorbereitet. >mehr...
...Schulzirkusprojekt
Die Besonderheit unseres Projektes liegt in der Verknüpfung von theatralen und circensischen Techniken. Spielerisch erarbeiten die Kinder eigene Nummern und Gruppenchoreographien in denen sie erlernte Körpertechnik künstlerisch umsetzen und präsentieren. Sie erlernen Balance, z.B. Kugellaufen, Dynamische Akrobatik, Pyramiden bauen. Ganz wichtig ist das erlernen und die Übung in bewusster innerer und äußerer Präsenz, die z.B. beim Bau einer Menschenpyramide unerlässlich ist oder bei Partnerakrobatik.
Das Schulzirkusprojekt betrachtet Zirkus als Kunstform und hat den Anspruch den mitwirkenden Kindern einen professionellen Rahmen zu bieten. Zweimal im Jahr lädt unser Schulverein einen Zirkuspädagogen und Kinder des Kinderzirkus „Montellini“ aus Potsdam zu gemeinsamen Workshops ein. Um dem Anspruch des Projektes gerecht zu werden haben wir Kontakt mit dem Netzwerk ostdeutscher Kinderzirkusse und im Rahmen einer zirkuspädagogischen Ausbildung der Projektleiterin regen Austausch mit anderen Zirkusprojekten. >zurück...
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